Tischtennis

Tischtennis ist eine sowohl beliebte Profi- als auch Freizeitsportart. Wie es der Name bereits verrät, wird hier ein Ball mittels Schläger über einen Tisch bzw. eine Tischtennisplatte mit Netzgarnitur gespielt. Ziel ist es, den Ball jeweils so geschickt zurück zu spielen, dass dem Gegner infolgedessen ein Fehler unterläuft. So ist Tischtennis ein Bewegungssport, der Aktion und Spaß verspricht und im Grunde jedem die Möglichkeit bietet mit anderen in den Wettstreit zu treten.

Ursprung des Tischtennisspiels

Ursprung des Tischtennisspiels

©Thinkstock: Thomas Northcut

Eine der beiden Ursprungsgeschichten geht auf das 19. Jahrhundert und das Land Indien zurück. Von hier aus soll der Ballsport den Weg nach England gefunden haben, was andere wiederum als wahres Ursprungsland des Tischtennis ansehen. Diese Annahme begründet sich auf ein Schriftstück aus dem Jahr 1874, in dem Tischtennis erstmals Erwähnung findet.

Lass uns spielen!

Als Urform des Tischtennis gilt ein Spiel, das unter dem griechischen Begriff „Sphairistiké“ bekannt wurde. Der Begriff wurde dabei durch den englischen Major Walter Clopton geprägt und bedeutet soviel wie „lass und spielen“. Beim Sphairistiké handelte es sich um ein Spiel, welches an das herkömmliche Tennis angelehnt war und zunächst dem englischen Landadel als Zeitvertreib vorbehalten blieb. Gespielt wurde auf dem englischen Rasen, wobei sich alle hierfür benötigten Utensilien (bis hin zu Hammer und Schnüre, mit denen das Netz befestigt wurde) in einem Holzkoffer befanden, der zum Spiel mit auf den Rasen genommen wurde. Der Ball bestand derzeit noch aus Gummi und war mit weißem Flanell überzogen oder es handelte sich um einen Ball aus Kork. Die Erfindung des Zelluloidballs ließ noch einige Jahre auf sich warten. Aufgrund dessen, dass das Spiel auf dem Rasen gespielt wurde, etablierte sich später auch die Bezeichnung Lawn-Tennis, was schlicht mit dem Wort Rasen-Tennis übersetzt werden kann.

Vom Rasen in die Wohnung

Da in England zumeist ungünstige Witterungsbedingungen herrschen, entschloss man sich, das Spiel in Miniaturform, als eine Art Minitennis nach Drinnen zu verlegen, wobei der heimische Esstisch als Spielfeld entsprechend umfunktioniert wurde. Als Schläger dienten dabei z. B. kleine Federballschläger, Bücher oder Pfannen. Daraufhin wurde das Spiel, aufgrund der offensichtlichen Abweichung zum Lawn-Tennis, erneut umbenannt und nun mit dem Namen Raum-Tennis bezeichnet. Fortan folgte eine Namenslawine, die von Gossima, Whiff Waff über Flim Flam schließlich zur heutzutage geläufigen Bezeichnung Tischtennis (engl. Table-Tennis) führte.

Festes Regelwerk und internationale Verbreitung

Die ersten Spielregeln wurden 1875 durch den englischen Ingenieur James Gibb formuliert und veröffentlicht. Die Gründung des ersten Tischtennis Vereins fällt auf Jahr 1900. Noch bevor dieser gegründet wurde, gelangte das Spiel nach Japan, China, Korea und Honkong. Nur wenig später wurde es in den Ländern Österreich (Wien) und Ungarn (Budapest) vorgestellt. Das erste deutsche Turnier fand im Jahr 1901 in Hamburg-Uhlenhorst statt.

Bevor sich Tischtennis als eigenständige Sportart etablieren konnte, wurde es zunächst als Behelfsmethode des Tennistrainings angesehen.

Regeln im Tischtennis-Einzelwettkampf

Festes Regelwerk und internationale Verbreitung

©Thinkstock: Hemera

Der Herausgeber des internationalen Regelwerks ist der Tischtennisverband ITTF, der die Formulierung der einzelnen Tischtennisregeln auch als Download anbietet. Eine Beratung über Regeländerungen findet im Normalfall beim Zusammentreffen des ITTF-Gremiums bei Tischtennis-Weltmeisterschaften statt.

Die wichtigsten Regeln (gültig seit 2001/2002) sind nachfolgend aufgeführt.

Das Tischtennis-Spiel

Tischtennis wird in mehreren Sätzen gespielt. Je nach Spielklasse und Liga werden 3 oder 4 Gewinnsätze verlangt, um das Gesamtspiel für einen Spieler zu entscheiden. Bei drei Gewinnsätzen werden demnach maximal 5 Sätze (Best of Five) und bei vier Gewinnsätzen maximal 7 Sätze gespielt.

Seitenwechsel

Nach jedem Satz werden die Spielseiten gewechselt. Muss der letztmögliche Satz (Satz 5 bzw. 7) ausgespielt werden, wechseln die Spieler zusätzlich nachdem der erste Spieler 5 Punkte erzielen konnte.

Zählweise

In einem Tischtennis-Satz gilt es 11 Punkte zu erreichen, um diesen für sich zu entscheiden. Allerdings muss hierbei die Voraussetzung erfüllt sein, dass mindestens zwei Punkte mehr zum Gegenspieler erzielt wurden. Ist dies nicht der Fall (10:11) wird der Satz verlängert, bis einer der beiden Spieler zwei Punkte Vorsprung erreicht.   Es werden insgesamt so viele Gewinnsätze gespielt, bis ein Spieler 3 bzw. 4 Sätze für sich entscheiden konnte.

So kann man sich merken, es werden:

> 11 Punkte zum entscheiden eines Satzes (bzw. 2 Punkte mehr als der Gegner nach Vorsprungregel)

und

> 3 bzw. 4 entschiedene Sätze zum Gesamtsieg eines Spiels benötigt.

Punktvergabe

Spielfeld beim Tischtennis

©Thinkstock: iStockphoto

Ein Spieler erhält einen Punkt, wenn:

  • der Ball vom Gegenspieler nicht zurückgespielt wird
  • der zurückgespielte Ball nicht die Tischhälfte des Spielers trifft
  • der Ball vom Gegenspieler mehrfach berührt wird
  • der Ball beim Gegenspieler mehrfach aufkommt, bevor er ihn zurückspielt
  • der Ball zurückgespielt wird, bevor er die Platte des Gegenspielers berührt hat
  • der zurückgespielte Ball einen anderen, sich im Raum befindenden Gegenstand berührt
  • die Spielfläche vom Gegenspieler mit der freien Hand berührt wird

und

  • wenn der Gegenspieler während des Spiels das Netz berührt oder den Tisch verrückt.

Aufschlagfehler, die einen Punkt für den Gegenspieler bedeuten, werden gewertet, wenn:

  • der Aufschlag nicht innerhalb von 25 Sekunden ausgeführt wird
  • das Netz berührt wird und der Ball zurück auf die eigene Seite fällt
  • der Ball nicht auf der gegnerischen Seite ankommt
  • der Ball beim Aufschlag verfehlt wird
  • der aufgeschlagene Ball auf der eigenen Seite mehrfach aufkommt

und

  • der Ball beim Aufschlag durch Kleidung oder ein Körperteile verdeckt wird.

Sollte ein Spieler, während des Spiels durch ein Ereignis gestört werden, das er nicht verschuldet, wird der Ballwechsel wiederholt. Gleiches gilt bei Unterbrechungen, die durch einen Schiedsrichter veranlasst werden.

Aufschlag beim Tischtennis

Aufschlagrecht

Aufschlag beim Tischtennis

©Thinkstock: iStockphoto

Beim Tischtennis wird der Spieler, der den ersten Aufschlag ausüben darf, mittels Losverfahren (z. B. Münzwurf) bestimmt. Auf Wunsch kann der Spieler für den das Los entschieden hat, den Aufschlag an den Gegner abgeben. Nach jedem zweiten Punkt wird der Aufschlag gewechselt. Wird das Spiel durch die Vorsprungregel entschieden (z. B. bei einem Gleichstand von 10:10), wechselt der Aufschlag nach jeden Punkt. Im Folgesatz beginnt automatisch der Spieler, der im vorangegangenen Tischtennissatz nicht mit dem Aufschlag begonnen hat.

Besonderheit Wechselmethode:

Diese Methode kommt beim Tischtennis zum Einsatz, wenn in einem Satz nach 10 Minuten weniger als 18 Punkte gespielt wurden. Ziel ist es, die Dauer eines Spiels zu begrenzen. Bei der Wechselmethode wird das Aufschlagrecht nach jedem Punkt an den anderen Spieler abgegeben. Wird ein Ball während eines Ballwechsels 13 x erfolgreich zurückgespielt, bekommt der Spieler einen Punkt. Wenn bei beiden Spielern Einigkeit besteht, kann ein jedes Spiel jederzeit in der Wechselmethode fortgesetzt und sogar begonnen werden.

Aufschlagregeln

Die Aufschlagregeln des Tischtennis sehen vor, dass der Ball aus der freien, ruhenden Hand des Spielers vor dem Schlag in die Höhe (16 cm senkrecht) geworfen und während des Falls gespielt wird. Die freie Hand muss sich während des Wurfs über der Platte befinden. Der moderne Tischtennis-Aufschlag verlangt, dass der Ball zunächst in der eigenen Tischhälfte des Spielers aufkommen muss, bevor er das Netz passiert und die gegnerische Seite trifft. Eine Wiederholung ist statthaft, wenn der Ball beim Aufschlag das Netz berührt und dann auf die Seite des Gegenspielers trifft. Ist das Spiel bereits im Gang, sind derartige Netzbälle allerdings zulässig. Fällt der Ball durch Netzkontakt zurück auf die Seite des aufschlagenden Spielers, wird dies als Punkt für den Gegner gewertet. Weiter ist eine Aufschlagwiederholung erforderlich, wenn der Gegenspieler noch nicht bereit war oder das Spiel durch den Schiedsrichter unterbrochen wurde.

Kantenbälle

Sollte beim Tischtennis der Ball an der Kante aufschlagen und sich infolgedessen seine Flugbahn verändern, ist dieser dennoch gültig und wird weitergespielt.

Ballwechsel beim Tischtennis

Wird der Ball nach dem Aufschlag angenommen, muss dieser entweder direkt über oder um die Netzgarnitur zurückgeschlagen werden und anschließend auf der Tischhälfte des anderen Spielers ankommen. Nachdem der Ball dort einmal aufgeschlagen ist, kann ihn der Rückspieler auf die gegnerische Seite spielen. Der Ballwechsel gilt beim Tischtennis dann als beendet, wenn einem der beiden Spieler ein Fehler unterläuft.

Time-Out

Jeder Spieler hat beim Tischtennis 1 x die Möglichkeit sich während eines Spiels eine Auszeit von 1 Minute zu nehmen. Diese Zeit wird in der Regel genutzt, um kurz Rücksprache mit dem Trainer zu halten. Taktisch kann ein Time-Out verwendet werden, um den gegnerischen Lauf zu unterbrechen und infolgedessen Konzentrationsschwierigkeiten beim Gegenspieler hervorzurufen. Ob sich dieser Versuch wirklich lohnt ist dabei fraglich.

Regelerweiterungen für den Doppelwettkampf

Im Doppelwettkampf treten je zwei Spieler gegeneinander an. Die Grundregeln des Tischtennis werden herbei übernommen, jedoch gelten einige Besonderheiten.

Das Team

Der Tischtennis-Doppelwettkampf kann auf beiden Seiten in einem reinen Herren-Team (Herren-Doppel), in einem reinen Frauen-Team (Frauen-Doppel) oder in einem Team aus Mann und Frau (Mixed) bestritten werden. Die Aufstellung eines Teams muss dabei jener der gegnerischen Mannschaft gleichen:

  • Männer-Doppel:                                Team A (2 Männer) gegen Team B (2 Männer)
  • Frauen-Doppel:                                  Team A (2 Frauen) gegen Team B (2 Frauen)
  • Mixed/gemischtes Doppel:           Team A (1 Mann + 1 Frau) gegen Team B (1 Mann + 1 Frau)

Besonderheit in den Aufschlagregeln

Besonderheit in den Aufschlagregeln

©Thinkstock: iStockphoto

Der Ball muss zuerst in der rechten Seite des Spielers aufkommen, der den Aufschlag ausübt und anschließend die rechte Tischseite (gesehen vom Gegner aus) des Rückspielers treffen. Zu Beginn jedes Satzes kann der Aufschläger des Teams neu bestimmt werden.

Ballwechsel

Wenn man die beiden Spieler eines Teams mit A1, A2 und B1 und B2 bezeichnet, so besteht ein korrekter Ballwechsel bei Einhaltung der Reihenfolge:

z. B. A1 > B1 > A2 > B2 > A1 > B1 > A2 > B2 …

Im Folgesatz wird die Aufstellung geändert, so dass ein korrekter Ballwechsel nun wie folgt aussieht:

z. B. B2 > A2 > B1 > A1 > B2 > A2 > B1 > A1 …

Ein Wechsel der Aufstellung wird nach jedem Satz vorgenommen sowie im letztmöglichen Satz nach dem Seitenwechsel.

Die Spieler eines Teams müssen die Bälle jeweils abwechselnd spielen (ausgenommen sind Teams aus zwei Rollstuhlfahrern).

Spieltechnik

Da es sich beim Tischtennis um einen Bewegungssport handelt, ist die richtige Technik eine existenzielle Grundlage um körperbewusst und effektiv zu spielen. Denn die falsche Technik führt schnell zu Verletzungen, wie Verrenkungen, Zerrungen oder dergleichen. Beim Finden der richtigen Technik kann es hilfreich sein, einen besseren Spieler bewusst zu beobachten. Wichtig ist jedoch, dass man durch umfangreiches Training seine persönliche Technik findet und nicht die Technik eines anderen Spielers einfach kopiert.

Körperhaltung

Spieltechnik

©Thinkstock: Hemera

Die Körperhaltung nimmt beim Tischtennis die wichtigste Rolle ein, um Verletzung zu vermeiden. Ein Tischtennis-Spieler bleibt dabei stets in der Hocke, um zu jedem Zeitpunkt bewegungsbereit zu sein. Empfohlen wird dabei das Stehen auf den Fußballen. Beim Schlagen des Balls sollte sich der Spieler im festen Stand befinden und das Springen vermeiden. Wenn der Spieler einen Aufschlag anzunehmen hat, sollte er so stehen, dass der Schläger die Mitte der Tischkante berührt, wenn er den Arm ausstreckt.

Aufwärmen vor dem Spiel

Wie in jeder anderen Sportart ist die Erwärmung ein wichtiger Teil in Training und Wettkampf. Hierzu zählen z. B. lockeres Aufwärmen, das Jonglieren mit dem Ball (auch beim Laufen durch die Halle) sowie das Dehnen und Strecken.

Sidestepp

Um schnellere Bewegungen, in Form von kurzen schnellen Schritten zu verletzungsfrei ermöglich, gilt es sich im Vorfeld mit dem Sidestepp aufzuwärmen. Der Spieler stept dabei von einer Tischecke zur anderen und berührt diese mit der entgegengesetzten Hand: linke Tischecke mit rechter Hand, rechte Tischecke mit linker Hand.

Vorder- und Rückhandkontern

Weiter ist beim Tischtennis auch das Einkontern eine gängige Aufwärmmethode. Hierbei unterscheidet man das Einkontern mit der Vorderhand vom Einkontern mit der Rückhand. Auch der Topspin wird gern vor einem Spiel geübt.

Beim Vorder- und Rückhandkontern spielt der Spieler den Ball diagonal in einem gleichmäßigen Rhythmus.  Rechtshänder beginnen dabei zumeist mit dem Einspielen der Vorderhand und anschließend mit der Erwärmung der Rückhand. Wenn die jeweilige Hand eingespielt ist, kann der Topspin gezogen werden.

 Topspin

Beim Topspin streift der Schläger den Ball mit einer sehr schnellen Aufwärtsbewegung. Dadurch entsteht ein Vorwärtsdrall, der dafür sorgt, dass der Ball eine nach unten gekrümmte Flugbahn verfolgt und er auf dem Tisch schließlich flacher und schneller abspringt, als es sonst der Fall ist. Je nachdem, wie der Ball getroffen wird, kann ihm ein zusätzlicher Seitwärtsdrall verliehen werden (Sidespin: Topspin mit Seitenschnitt). Der Topspin zählt zu den beliebtesten Techniken unter Spielern, die es auf einen Angriff abgesehen haben.

Weitere Techniken und Begriffe

Schuss oder Schmetterball

Spieltechnik

©Thinkstock: iStockphoto

Bei dieser Technik wird der Ball im höchsten Flugbahnpunkt auf die gegnerische Tischhälfte, meist (kerzen)gerade geschlagen. Für diese Technik ist auch der Begriff „Kernball“ gebräuchlich. In den meisten Fällen führt ein so gespielter Ball zu einem direkten Punkt.

Spin

Durch das Schlagen eines Tischtennisballs, wird dieser in einen Vorwärtsdrall versetzt. Der Spin beschreibt dabei die Drehung des Balls um seine eigene Achse. Unterscheidbar ist dieser in Über- und Unterschnitt, Seitenschnitt und Rotation. Kombinationen sind ebenfalls möglich.

Unterschnitt

Der Unterschnitt beschreibt das Streifen des Balls mit einer sehr schnellen Abwärtsbewegung und einem geringem Vorschub, so dass der Ball geschupft und die Flugbahn verlängert wird. Dabei bewegt sich der Ball mit einer geringen Vorwärtsgeschwindigkeit, die noch geringer wird, wenn der Ball auftrifft.

Schnittabwehr

Als Schnittabwehr bezeichnet man einen sehr tief angenommenen Unterschnittball, der dem Ball maximalen Unterschnitt verleiht, ohne dass der Ball über die Gegnerhälfte hinausgetragen wird. Besonders geeignet sind hierfür Langnoppenbeläge.

Block

Mit dem Block kann einem Topspin-Ball entgegnet werden. Hierbei wird im Idealfall der Ball verlangsamt und eine Umkehr des Spins erzeugt.

Konterball

Der Konterball (manchmal auch nur Konter genannt) ist gewissermaßen die aggressive Blockvariante. Hierbei handelt es sich um einen Ball, der gerade, mit wenig Spin und bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit gespielt wird. Dieser wird jedoch fast nur noch zum Einspielen verwendet.

Ballonabwehr

Hier wird der Ball mit Top- oder Sidespin extrem hoch zurückgespielt. Da der Ball mit geringer Geschwindigkeit und starkem Spin gespielt wird, springt er wesentlich flacher ab als er ankommt.

Flip

Der Flip, unterscheidbar in Vorhand- und Rückhandflip, gilt beim Tischtennis als technisch anspruchsvoller Schlag. Dieser wird mittels Kippbewegung des Handgelenks gespielt. Häufig wird er eingesetzt, um einen kurz hinter dem Netz platzierten Ball zurückzugespielen.

Trainingsspiele

Um dem Tischtennis-Training mehr Abwechslung zu verleihen, haben sich verschiedene Trainingsspiele entwickelt. Bekannt sind u. a. das Kaiserspiel und das Spiel am halben Tisch.

Das Kaiserspiel

Beim Kaiserspiel sind mindestens vier Spieler beteiligt, so dass verschiedene Partien auf nebeneinander stehenden Tischtennisplatten simultan gespielt werden können. Die beiden Tische am Ende der Reihe werden dabei zum einen als Kaiser- und zum anderen als Bettlertisch bestimmt. Es wird paarweise gespielt bis die erste Partie entschieden ist. Je nach Spielstand der anderen Paare wird auch für deren Tische jeweils der Sieger ermittelt. Sieger bewegen sich dann in Richtung des Kaisertischs und Verlierer in Richtung des Bettlertischs. Das Spiel endet, wenn die vorher festgelegte Zeit abgelaufen ist.

Das Spiel am halben Tisch

Das Spiel am halben Tisch war früher als Notlösung gedacht, wenn zu viele Spieler oder zu wenig Tische vorhanden waren. Nachdem sich herausstellte, dass dieses Spiel auch fördernde Wirkung in Sachen Konzentration und Präzession erzielte, wurde es zunehmend als Trainingsspiel verwendet. Es spielen vier Spieler an einer Platte, wobei sowohl parallele als auch diagonale (hier sind allerdings Kollisionen möglich) Sätze gespielt werden können. Ziel ist es zu lernen, Bälle genauer zu platzieren und ablenkende Impulse aus der Umgebung weitestgehend auszublenden.

Weitere Trainingsspiele sind: das Topspin-Spiel, das Ballonspiel, Service-King, Partner-Board, Marathon, das Power-Spiel und Mäxle (Rundlauf), das auch im Freizeitbereich gespielt wird.

Tischtennis als Freizeitsport

Tischtennis als Freizeitsport

©Thinkstock: BananaStock

Beim Tischtennis handelt es sich nicht nur um einen Profisport, sondern er zählt auch im Freizeitbereich zu einer der beliebtesten Aktivitäten. Oftmals ist hier jedoch das Regelwerk gelockert oder es wird sogar nach eigenen Regeln gespielt. Tischtennisplatten sind dabei nicht nur in Hallen oder entsprechenden Räumlichkeiten zu finden, sondern können auch im Freien bespielt werden. Neben wetterfesten Platten, sind hier auch besonders widerstandsfähige Exemplare aus Beton zu vertreten.

Mit der Zeit hat sich dabei eine Reihe von Freizeitspielen herausgebildet, worunter auch Spiele vorzufinden sind, bei denen mehr als vier Spieler teilnehmen können (z. B. Chinesisch). Weiter sind auch Spiele möglich, bei denen z. B. ein Spieler gegen ein Doppel antritt (Englisch) oder ein Rundlauf stattfindet, bei dem ein Spieler nach einer festgelegten Fehleranzahl ausscheidet (Deutsch).

Tischtennis und die Bezeichnung Ping Pong

Die Bezeichnung Ping Pong entstand aufgrund des Geräuschs, das der Zelluloidball (von Gibb 1891 aus den USA nach England eingeführt) erzeugte, wenn er geschlagen wurde und auf der Platte aufkam. Galt Ping Pong früher noch als Synonym für Tischtennis, wurde die freie Verwendung in Wettkämpfen und Handel, im Zuge der Patentanmeldung und Eintragung als Handelsmarke untersagt. Umgangssprachlich ist die Bezeichnung jedoch weiterhin gebräuchlich und wird in China sogar amtlich als ‚Ping Pong Ball‘ verwendet.

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