Tischtennisschläger

Bis vor nicht allzu langer Zeit war ein Tischtennisschläger einfach aus laminiertem Holz mit Gummibelägen auf beiden Seiten. Das Prinzip ist zwar gleich geblieben, doch haben auch im Tischtennis neue Materialien wie Carbon Einzug gehalten.

Griff-Formen

Während die meisten Schläger für Freizeitspieler einen geraden Griff haben, gibt es für gehobene Ansprüche auch anderen Griffformen, bis hin zu anatomisch geformten Griffen. Welcher Grifftyp einem am besten liegt, findet man nur durch Ausprobieren heraus. Oft hängt die Wahl des Griffes auch vom Spieltyp ab. Je nachdem, ob man eine offensive oder defensive Spielweise bevorzugt, eignen sich gerade (defensiv), oder anders geformte (offensiv) Griffe besser.

Verschiedene Hökzer

Tischtennisschläger werden in verschiedenen Holzsorten angeboten. Für das Schlägerholz werden harte Hölzer, wie Ahorn oder Buche und weiche Hölzer, wie Birke und Pappel, verwendet. Oft werden Kombinationen aus harten und weichen Hölzern zusammen verbaut, um einen Schläger mit den gewünschten Eigenschaften zu erhalten.
Durch die Materialien wird auch die optimale Trefferzone eines Schlägers bestimmt. Die Integration moderner Werkstoffe, wie Carbon und Titan, hat diese optimale Trefferfläche gegenüber herkömmlichen Schlägern verbessert.

Gummibeläge

Mindestens genauso wichtig wie das Innenleben eines Tischtennisschlägers sind die Gummibeläge. Ursprünglich hatten die Schläger auf beiden Seiten ein Noppengummi, mit lediglich einer Textilschicht als stabilisierender Unterlage. In den 1950er Jahren wurden, damals nicht unumstritten, Schwammunterlagen eingeführt.
Die Gummibeläge selbst werden nach ihrer Oberflächenstruktur klassifiziert. Die äußerste Schicht der Schlagfläche ist mit einem genoppten Gummi beklebt. Variiert wird die Länge der Noppen und ihre Orientierung, also nach außen oder innen. Am verbreitetesten ist die Variante mit nach innen weisenden Noppen. Der Spin des Balls wird bei diesem Belag entweder durch die Kontaktfläche (Schwamm und Noppenlänge) und die Hafteigenschaften der Gummi-Außenseite bestimmt.
Weniger Spin erhält man mit nach außen gerichteten Noppen. Hier gilt: Je länger die Noppen, desto weniger Spin. Auch die Glätte des Gummibelages beeinflusst das Spin-Verhalten. Je glatter das Gummi, desto weniger Spin wird erzeugt.
Welchen Belag man wählt, hängt also vom Spielertyp ab. Möglich sind auch Kombischläger, mit unterschiedlichen Belägen auf beiden Seiten. Diese müssen jedoch farblich zu unterscheiden sein (eine Seite ist rot, die andere schwarz).

Fertigschläger

Als Einsteiger wird man in der Regel mit einem Fertigschläger beginnen. Diese Schläger sind günstig, jedoch ist auch die Qualität entsprechend einzuschätzen. Die Beläge sind meist langsam und minderwertiges Laminat verzieht sich schnell. Mit mehr Erfahrung wachsen auch die Ansprüche an den Tischtennisschläger und man wird sich schnell einen individuell zusammengestellten Schläger zulegen wollen.